Fayence Noire

 

("Faye")
französisch: faïence – bei Fayencen handelt es sich um kostbare handbemalte Tonwaren, deren französische Bezeichnung von der italienischen Stadt Faenza abgeleitet wurde
 
*2010  I  Hannoveraner  I  Rappe  I  derzeit 169 cm  I  aa Ee

 

Noria, Hannover Stutenstamm 3192104, 901 (Schridde)  I  Züchter: Wilhelm Klausing, Diepholz

 

 

Dreijährig – Foto: © Nina Huber • www.dressage-talents.com

Bildergalerie

 

Video

 

Dreijährig – angeritten

 

Abstammung

 

 

Die Vaterlinie:

Der hochnoble Hannoveraner Rappe Fürst Rousseau (Rousseau x Weltmeyer • Grenadier • Arsenik) war 2008 zweiter Reservesieger seiner HLP in Adelheidsdorf und konnte vom Landgestüt Celle (Besamungsstation Roydorf) im Rahmen einer Besitzergemeinschaft mit Herbert Kruse für die Landespferdezucht gesichert werden. Unter seiner Reiterin Christiane Wiens gewann der Hengst sechsjährig Dressurpferdeprüfungen der Klasse M. Mittlerweile in Schweizer Besitz, wird der Rappe derzeit erfolgreich auf Prix St. Georg-Niveau vorgestellt. Bei den Schweizer Meisterschaften der Dressur in Humlikon holten Fürst Rousseau und seine Reiterin Naomi Winnewisser 2013 in der Kategorie Junioren den Titel.

 

Rousseau (Ferro x Römer • Homerus • Nicolas) ist ein Sohn des großen Ferro (Ulft x Farn • Prefect • Lector), der 2000 Einzel-Fünfter und Team-Zweiter bei den Olympischen Spielen in Sydney, WM-Sechster in Rom sowie Zweiter im Weltcupfinale wurde und als einer der sportlich erfolgreichsten Dressurhengste aller Zeiten zu sehen ist. Rousseau war 2001 der höchstbenotete Hengst seiner Leistungsprüfung in Ermelo. Im Jahr darauf gewann der den Pavo-Cup, das Bundeschampionat der Niederlande und 2003 wurde er Vize-Weltmeister der fünfjährigen Dressurpferde in Verden. Der mittlerweile bis Grand Prix geförderte Hengst stellte drei Jahre hintereinander den Körsieger der niederländischen Hengstkörung. Herausragende Fohlenjahrgänge und gekörte Hengste wie Ampére und Blue Hors Zack unterstreichen seine Vererberqualitäten.

 

 

Der im Jahre 1998 zum Hannoveraner Hengst des Jahres gekürte Celler Landbeschäler Weltmeyer (World Cup I x Absatz • Adorno • Dominik) aus der Zucht von Hermann Meyer, Allwörden, war einer der Hengste, welche die Hannoveraner Zucht in den letzten Jahrzehnten maßgeblich beeinflussten und prägten. Seinem unangefochtenen Körsieg 1986 folgte der Sieg in der Leistungsprüfung 1987, wobei Weltmeyer als einer der wenigen Hengste Deutschlands in allen Teilbereichen mehr als 140 Punkte erhielt. Im selben Jahr holte er unter OSM Hans-Peter Klaus als erster Celler Landbeschäler den Bundeschampionatstitel in Vechta. Diese Siegesserie setzte sich mit dem Freiherr von Stenglin-Preis 1988, der Wahl zum besten Hengst des Jahres 1988 und dem DLG-Sieg 1989 in Frankfurt/Main fort. Weltmeyers züchterische Bilanz ist mehr als beeindruckend: die Nachkommen-Lebensgewinnsumme beläuft sich auf rund 2,3 Mio. Euro, 2200 registrierte Sportpferden, davon 400 in M-Dressuren und 175 in der schweren Klasse erfolgreich. Olympioniken wie Wie Weltmeyer (Emma Hindle), Weltall (Martin Schaudt) und Vincent (Bernadette Pujals) finden sich unter seinen Nachkommen ebenso wie internationale Championatspferde, wie sein Sohn Warum Nicht FRH (Isabell Werth). Elf Bundeschampions, darunter die LB Wolkentanz I und Wolkenstein II, haben Weltmeyer zum Vater; unzählige führen ihn als Großvater im Pedigree. Unter seinen über 100 gekörten Söhnen finden sich etliche Körsieger und viele Weltmeyer-Töchter konnten auf Stutenschauen dominieren. Über 100 seiner Töchter erhielten die Staatsprämie. Auch im „Großen Sport" hinterlassen Weltmeyer-Nachkommen ihre Erfolgsspuren. So holte Ellen Schulten-Baumer Einzel- und Mannschaftsgold bei der Dressur-EM der Jungen Reiter mit der Weltmeyer/Marbod-Tochter Weserperle S. Wie Weltmeyer aus einer Dynamo-Mutter ist mittlerweile Grand-Prix-erfolgreich unter Holga Finken. Der Zuchtwert des Jahrhunderthengstes Weltmeyer liegt in der Dressur bei spektakulären 177 Punkten.

 

Der Celler Landbeschäler Grenadier (Grunewald x Valentino • Athos • Fliegerstern), ein Enkel des großen Grande, war 1980 Zweiter seiner HLP. Er stellte mit dem gekörten Hengst Golfstrom I das Championatspferd von Ann-Kathrin Kroth, mit dem sie 1990 zum deutschen Goldteam der Dressur-Weltmeisterschaft in Stockholm gehörte. Zu Grenadiers Nachkommen zählen etliche gekörte Hengste wie Goldjunge, Galapagos, Golfball, Galaxy, Gourmet, Grafenberg, Gymnast, Grand Royal und Golfstrom II. Auch als Muttervater machte sich der Fuchs einen Namen: Die Stute Weltspitze (Wittinger x Grenadier) war unter Alyona Bilan Bundeschampioness der dreijährigen Stuten und Wallache.

 

Der Fuchshengst Arsenik (Absatz x Sender • Ast • Alljeder) verbreitete das Absatzblut im Springsport.

 

Foto: © Mitschke

 

Der Stutenstamm:

Beide Eltern von Fayence Noire entstammen demselben Mutterstamm der Familie der 901/Wolgarune von Wöhler und Astlose von Astflug und Abendlupe von Abendkerl-Schlager II-Navarra-Nero-Neffe-Correct – Stamm Noria, Hannover Stutenstamm 3192104, 901 Hannover Stamm 1035 (Schridde), eine der erfolgreichsten Hannoverschen Linien, aus der über 30 gekörte Hengste stammen.

 

Im Pedigree von Fayence Noire erhielten fünf Mütter in Folge die Auszeichnung Staatsprämie.

Die Großmutter von Fürst Rousseau “St.Pr.St. Weltina von Weltmeyer” und die Großmutter von Fayence Noire “St.Pr.St. Wicke von Weltmeyer” sind Vollschwestern. Ihr Vollbruder ist der gekörte Worldman.

 

Fayence Noires Halbschwester Havanna (von Hotline) war unter Heiko Klausing Teilnehmerin am Bundeschampionat 2011 in Warendorf (3jährige Stuten und Wallache) und rangierte in der Einlaufprüfung mit einer Wertnote von 8,0 auf dem 11. Rang.


Ein Vollbruder von Fayence Noire stand 2011 im Körlot der Hannoveraner Hengstkörung und wurde im selben Jahr über die Hannoveraner Reitpferde-Auktion in Verden versteigert.

Die Mutter von St.Pr.St. Weltina und St.Pr.St. Wicke ist die 1a-prämierte St.Pr.St. Geranie (Grenadier x Arsenik), die 13 Fohlen brachte.

 

 

Zwei Söhne der St.Pr.St. Geranie wurden gekört (Aleman von Akzent II - Dillenburger Landbeschäler und Worldman von Weltmeyer) und mehrere Töchter erhielten die Staatsprämie. Ihre Tochter Diasprina (von Don Davidoff) ist S-Dressur erfolgreich unter Melanie Madaus-Brück und ihre Tochter Princess (von Prestige Pilot) ist unter Björn Waldbach in S-Springen sportlich erfolgreich.

 

Geranies Tochter St.Pr.St. Weltina brachte neben Fürst Rousseau auch den gekörten Dramatic (von Don Frederico – Brookhouse Stud), der 2008 unter Jana Freund Weltmeister der 6jährigen Dressurpferde wurde. Weiterhin Danger (von Davignon I), der unter Michael Schulze erfolgreich bis Intermediaire I ist.

 

Foto rechts: © Brookhouse Stud

 

Geranies Tochter St.Pr.St. Wicke brachte den gekörten St. Petersburg (von Sandro Bedo), ihre Tochter St.Pr.St. Dynastie (von De Niro) brachte den gekörten Scolari (von Sandro Hit - Hengststation Ingo Pape) und einen weiteren gekörten Hengst von Bonifatius. Wickes Tochter St.Pr.St. Doris Day (von De Niro) brachte einen gekörten Hengst von Sandro Hit. Wickes Tochter St.Pr.St. Daylight (von De Niro) ist Mutter des gekörten Hengstes Flanell von Fidertanz (Klosterhof Medingen). Fats Domino, ein Vollbruder des Flanell aus 2007 qualifizierte sich 2013 mit Mannschaftseuropameisterin Fabienne Lütkemeier für das Bundeschampionat in Warendorf.

 

Geranies Tochter Avignon (von Akzent II) brachte den gekörten Belfort G (von Brentano II) sowie den gekörten Regazotti (von Rohdiamant) und deren Tochter Gardenia (von Grafenburg) brachte den gekörten Rhodes Scholar (von Rohdiamant).

 

Geranies Tochter Pikobella (von Prestige Pilot) brachte die drei gekörten Vollbrüder Barclay I. (HLP-Sieger, Hengststation Ingo Pape) und Barclay II. sowie Balance of Power (von Belissimo M). Halbbruder zu St.Pr.St. Geranie ist der gekörte Elegant (von Einblick), der unter Burkhard Jung sportlich erfolgreich bis Intermediaire I war.

 

Geranies Mutter, St.Pr.St. Arlette (von Arsenik), ist zudem Vollschwester zu den drei gekörten Brüdern Adios I, Adios II und Adios III.

 

Foto links und Mitte: © Hengststation Pape; Foto rechts: © Bridlewood Farm

 

Capella (von Cardinal xx), Halbschwester zu Geranies Mutter St.Pr.St. Arlette (von Arsenik) brachte die St.Pr.St. Anja (von Aktuell), Mutter wiederum der drei gekörten Hengste Grafenburg (von Großfürst), Guarantor (von Großfürst) und Pepino (von Paquirri).

 

Ambrosia (von Aktuell), eine weitere Halbschwester zu Geranies Mutter St.Pr.St. Arlette (von Arsenik), brachte den gekörten Thronfolger (von Traumdeuter).

 

Foto Mitte: © Bridlewood Farm

 

Viele weitere gekörte Hengste, Staatsprämienstuten sowie sporterfolgreiche Pferde (Springen und Dressur) und Auktionskandidaten gehen aus dem Mutterstamm hervor.


Weitere gekörte Hengste (Auszug):
His Highness (von Hohenstein; Körsieger, HLP-Sieger - Hengstation Jens Meyer)
Un Amore (von Unee, Zuchthof Wadenspanner)
Sir Sandro (von Sandro Hit, Haupt- und Landgestüt Marbach)
Donnerprinz (von Donnerhall, Gestüt Birkhof)
Impressario (von Imperator)
Don Jovi (von De Niro)
Allround (von Argentinus)
Luxemburg (von Lukas)
Rosenfels (von Romanov, Landgestüt Dillenburg; Gestüt Famos)
Lord Siclau (von Lord Pezi)

 

Foto Mitte: © Hengststation Jens Meyer; Foto Mitte: © Wadenspanner; Foto rechts: © Kappelhof

 

Weiterer gekörter Vertreter (Prämienhengst) aus diesem Stamm:
Hengstkörung und Hengstmarkt 2014 • 23.-25. Oktober 2014
(auf der anschließenden Auktion für € 230.000,- versteigert)

 

Stationiert auf dem Gestüt Sprehe: Le Vivaldi

 

 

Sporterfolgreiche Pferde (Auszug):
Whisper S (von Wolkenstein II), International Grand Prix-Dressur erfolgreich; unter dem Japaner Hiroshi Hoketsu bei der Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking (Hongkong) Platz 9 in der Teamwertung. 2012 ebenfalls Teilnehmer der Olympischen Spiele in London/GBR.
• St.Pr.St. Romantik (von Rohdiamant x Akzent II x Grendadier), Vizebundeschampionesse der dreijährigen Reitpferde 1999, auf der Frühjahrsauktion 2000 in Verden der Familie Max-Theurer zugeschlagen, bis zur Grand Prix-Reife gefördert.
Big Ben K (von Grosso Z unter Michael Bühl), International Grand Prix-Dressur erfolgreich
Crisp (von Consul unter Rudolf Zeilinger, später Ricky McMillan, Australien), Grand Prix-Dressur
Ramina K (von Rohdiamant), Grand Prix-Dressur unter Victoria Max-Theurer/Österreich
Neuschloss Valdes (von Van Deyk), S-Dressur

 

Foto links: © bccjacumen; Foto rechts: © Berni Saunders

 

Auktionspferde (Auszug):
Lady (von Londonderry), Staatsprämie, Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2007
Duncan (von Diamond Hit), Hannoveraner Fohlen Auktion – Verden, 2008
Lacoste (von Lauries Crusador xx), Hannoveraner Fohlen Auktion 2000;
  Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2009
Scolara K (von Sandro Hit, Vollschwester zu Scolari), Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2009
Canadian Airline (von Concetto Famos), Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2009
Donna Karan (von Don Frederico), Staatsprämie, Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2010
Sina Dramatica (von San Remo), Hannoveraner Reitpferde Auktion - Verden 2010
Havanna (von Hotline, Halbschwester zu Fayence), Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2011
Deichgräfin (von Don Henrico), Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2012
Lord Whisper (von Locksley II), Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2012
Narnia (von Now or Never M), Staatsprämie, Hannoveraner Reitpferde Auktion – Verden, 2013

 

 

 

 

Die Mutterlinie:
Der große Donnerhall (Donnerwetter x Markus • Carnot • Edler) war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Unter seiner Reiterin Karin Rehbein gewann er über 65 Grand Prix-Wettbewerbe. Donnerhall war 1986 deutscher DLG Champion in Hannover, Gewinner der Mannschaftsgold- und Einzelbronzemedaille bei den Weltreiterspielen 1994 im niederländischen Den Haag und bei den Europameisterschaften in Verden 1997. Bei den Weltreiterspielen 1998 in Rom, seinem letzten Turnier, gewann er Mannschaftsgold und erreichte den vierten Platz in der Einzelwertung. 1998 wurde er zum Oldenburger Hengst des Jahres gewählt. Donnerhall war nicht nur als Sportpferd äußerst erfolgreich, sondern auch als Zuchthengst. Zu seinen erfolgreichen Nachkommen zählen Olympia- und Weltmeisterschaftsteilnehmer, Siegerhengste, Prämienstuten und zahlreiche Sportpferde; alle Pferde der deutschen Dressurmannschaft bei den Olympische Sommerspielen 2012 gehen auf Donnerhall zurück.

 

Die Weiterführung der Mutterlinie ist identisch mit der Vaterlinie, da beide Eltern von Fayence Noire demselben Mutterstamm entstammen.

 

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